Temmuz 27, 2020

Milchstraße – Nichts mit Grün

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Milchstraße – Nichts mit GrünSchließt an https://de.xhamster.com/stories/unsere-milchstra-e-867300 an.Schlechte Nachricht, Leute!Wir wollten doch auf der Grünen Woche ein Seminar zur “naturbelassenen Milch” anbieten. Einige von Euch hatten sich dafür schon angemeldet. Aber nun hat die Messeleitung kalte Füße bekommen und den Termin kurzfristig gestrichen.Sehr schade, mehrere unserer Milchkühe hatten sich nämlich bereit erklärt, mitzukommen und Euch für praktischen Übungen bereitzustehen. Auch wollten sie Melkzubehör vorstellen und in einer kleinen Modenschau zeigen, daß Still-BHs durchaus sinnlich daher kommen können. Seit einiger Zeit gibt es nämlich Mieder und Corsagen genau zugeschnitten auf solche Eutergrößen. Zum ersten Mal hätten auch alle Milchfrauen eine Ohrenmarke getragen. Das hatten wir noch letztes Jahr im Vorstand beschlossen, es war am 1. Januar in Kraft getreten und galt, sobald die Öffentlichkeit dazu kam. Einige Züchter wollten mich beim Seminar unterstützen. Ich zählte besonders auf Werner, der mit Ehefrau, Schwester und Tochter anreisen wollte. Natürlich hätte es auch Kaffee und Kuchen gegeben. Milcheis, Sprüh- und Kaffeesahne kämen aus eigener Herstellung – das wäre doch Ehrensache gewesen.Manche Milchkühe konnte ich leider nicht mitnehmen. Ich wußte durch meinen Befragungen für die EU-Grundverordnung, daß sie den sexuellen Kick brauchten, um eine ordentliche Milchproduktion in Gang zu bringen. Ich kannte aber die Örtlichkeiten in Berlin nicht und wollte keinen Ärger riskieren, weil Nebenräume vielleicht einsehbar waren.Besonders leid tut es mir für die Interessentinnen an unserem kleinen Schnupperkurs. Sie hatten sich bestimmt schon paar Mal ihrer Körbchengröße vergewissert oder zweifelnd mit nacktem Oberkörper vor dem Spiegel gedreht und sich ein besseres Bindegewebe gewünscht. Vielleicht waren sie unsicher, ob ein praktischer BH im Workshop besser ankommen würde oder doch das Teil aus erotische Spitze. Womöglich haben sie sich vorgestellt, wie es wohl ist, wenn plötzlich eine starke Pumpe an ihren Eutern hängt. Wir hatten überlegt, als Ersatz eine Hoteletage nur für unsere Milchkühe und die Seminarteilnehmer zu mieten. Doch das ließ sich in der Kürze der Zeit nicht mehr organisieren. Aber wer weiß? Andere Freaks chartern ja sogar Kreuzfahrtschiffe. Und bio geht schließlich auch immer! Eine kleine Entschädigung habe ich aber für alle diejenigen, die sich schon angemeldet hatten. Die Kollegen vom Verein in unserer Nachbarstadt haben einen wunderschöne Kalender “Unsere willigen Milchmädchen 2019” drucken lassen. Dankenswerterweise konnte ich den Restposten der Ü18-Ausgabe übernehmen. Freut Euch also auf anregende Aufnahmen. Aber nun beginnt das neue Jahr, wie das alte geendet hat: Durchwachsen.Im Herbst war ich ja noch guter Dinge. Ich war in den Nachbarkreisen unterwegs, um Ratschläge zur neuen Grundverordnung zu geben. Die Probleme waren häufig wie die in unserem Verein. Aber manches begegnete mir doch zum ersten Mal. Drei Orte weiter hatten findige Züchter eine Webcam-Anlage gebaut, um das Melken mit allen Vor- und Nachbereitungen weltweit ins Internet zu übertragen. Anfangs ging es nur um die Fälschungssicherheit der Milch. Aber schnell hatte der Kanal auch Fans, die gar keine Milch kaufen wollten. Bald verlangte der Verein einen monatlichen Obolus von den Zuschauern. In der Anfangszeit trugen die Frauen nur Masken. Aber manche klagten, man würde von ihrem Sex-Appeal überhaupt nichts mitbekommen. Also schaffte der Verein auf seine Kosten Kuh-Kostüme in Latex an. Manche Frauen wollten nicht auf einen Kuhschwanz verzichten. Vor der Kamera führten sie sich dann den Analplug mit dem baumelnden Schwanz ein. Ein einträgliches Geschäft. Und das war das Problem: Wie schnell konnte die Gemeinnützigkeit dabei verloren gehen?Von einem anderen Ort hatte ich wiederholt gehört, daß es da eine Milchmafia geben würde. Die ganze Organisation würde über einen Biomarkt laufen, der als Genossenschaft organisiert sei. Tatsächlich wurde die Milch in einem abgetrennten Bereich, Milchbar genannt, verkauft. Erfahrene Kunden durften sich ihre Milch von den jeweiligen Kühen sogar selbst zapfen. Gegen einen kleinen Aufpreis versteht sich. Bei den Kühen handelte es sich um Beschäftigte des Marktes, die die kurze Unterbrechung in der Milchbar als Milchpause bezahlt bekamen. Die Bildergalerie im Eingangsbereich zeigte attraktive Mitarbeiterinnen. Sie trugen einheitliche Shirts. Aber ein geschickter Schnitt und ein elastischer Stoff, der sich über die üppigen Oberweiten spannte, machten daraus einen verführerischen Anblick. Er lenkte außerdem den Blick des Betrachters instinktiv auf die Leistungsfähigkeit ihrer Euter. Es war wohl so, daß man überhaupt nur Mitarbeiterin werden konnte, wenn man auch bereit war, sich melken zu lassen. Ich sprach Ingo, den Marktleiter, darauf an. Er war darauf sogar ziemlich stolz. Einen Mangel an Bewerberinnen gebe es nicht. Im Gegenteil, selbst Stundenjobs wurden nur von der Mutter zur Tochter, von einer Schwägerin zur anderen oder unter Schwestern weitergegeben. Kein Wunder, jede der Milchkühe bekam schließlich eine zusätzliche Gewinnbeteiligung. Daß man im Bio-Markt ohne große Mühen an einen kleinen Zusatzverdienst kommen konnte, habe sich irgendwie im Ort herumgesprochen. Kundinnen hätten ihn jedenfalls darauf angesprochen. Also habe er noch eine Rabattregel für diejenigen Kundinnen entwickelt, die ihre Milch unbedingt abliefern wollten.Ich hatte es also bei meiner Datenaufnahme plötzlich mit einer Vielzahl an Ansprechpartnerinnen zu tun, obwohl sie alle zu einem Züchter gehörten. Zwar hatte ich inzwischen den amtlichen Ton drauf. Mein Kittel und das Klemmbrett taten ein Übriges. Doch schon bei den Mitarbeiterinnen stieß ich mit meinem Fragebogen an Grenzen. Manche trugen unter dem Kittel nicht mal Unterwäsche, dafür aber Halterlose. In der Milchbar scheint es also hoch herzugehen. Mit Verweis auf die Grundverordnung erinnerte ich an die Bedeutung, die das Tierwohl für jede Milchkuh hatte. Ich würde nicht umhin kommen, mir das Ehebett selbst anzusehen. Nur wenige waren zu einem kurzen Abstecher nach Hause bereit. Die meisten begannen zu verhandeln. Offenbar hatten sie ihre Ehemänner oder Lebensgefährten über ihr Leidenschaft und die Ursache der zusätzlichen Einnahmen im Unklaren gelassen. Ich tat so, als sei diese Einnahme nun gefährdet, denn ohne genaue Angaben könne ich kein Placet erteilen. Ich würde mich aber im Einzelfall mit Fotos des Ehebetts zufrieden geben. Um bei der Identität wirklich sicher zu gehen, sollte es möglichst eine aktuelle Aufnahme vom Deckakt sein. Ich spürte geradezu die Erleichterung bei den Milchfrauen, daß man sich den peinlichen Hausbesuch ersparen könne. Manche schienen entsprechende Fotos ohnehin auf ihrem Handy zu haben und hätten sie mir am liebsten sofort per WhatsApp übersandt. Eine rief in meiner Gegenwart gleich ihren Freund an, er solle ihr schnell ein paar „freche“ Aufnahmen schicken. Der schien aber nicht gleich zu verstehen. Ich vertrete demonstrativ die Augen, die Anruferin wurde nun geradezu panisch und wählte immer deutlichere Begriffe. Manchmal bekam ich mit rotem Kopf Ausdrucke ausgehändigt. Andere waren stolz auf die Aufnahmen. Es waren übrigens keineswegs immer die eigenen Ehemänner, die auf den Bildern zu sehen waren, oder die eigenen Schlafzimmer. Ich war erstaunt über die akrobatischen Körperhaltungen, die manche für ein Selfie einnahmen. Bei manchen hätte ich wetten können, daß beim Fotografieren noch jemand dabei war. Jedenfalls fixierten einzelne Frauen mit ihren Blicken nicht den Partner, sondern einen imaginären Zuschauer. Eine übergab mir ein Urlaubs-Foto, von dem ein Stück abgeschnitten worden war. Erst wollte ich nachfragen. Aber dann entdeckte ich, daß sie ausgerechnet die dunkle Hand, die sich von hinten in ihrem Schoß schob, übersehen hatte. Bestieg ein fremder Bulle die brünstige Milchkuh, nahm ich das in die Kategorie „Andere Deckpartner“ auf.Bei einer Familie arbeiten sowohl Mutter als auch Tochter im Biomarkt. Sie hatten keine Probleme mit meinem Wunsch, ihre heimischen Lebensumstände zu besichtigen. Die Tochter, eine Studentin, verdiente sich mit der Milch ein Zubrot und füllte manchmal auch die Regale auf. Sie wollte mich mitnehmen. Ich solle mein Auto besser beim Markt stehen zu lassen. In der Siedlung, wo sie wohnten, seien Parkplätze äußerst knapp. Irgendwann hatte sich die Genossenschaft aus Marketinggründen ein eigenes Logo zugelegt. Man hatte sich für eine Kuhglocke entschieden, das impliziere Naturbelassenheit und Lederhosenidylle. Jeder Milchkuh war es frei gestellt, wie sie dieses Zeichen trug. Manche hätten es sich sogar tätowieren lassen. Doch die junge Frau, die mich jetzt abholte, trug eine modische Jacke mit einer riesigen Strass-Applikation in Kuhglockenform. Zuhause kaum durch die Tür getreten, legte sie ihre Jacke ab. Noch auf Arbeit muß sie sich auch ihres BHs entledigt haben. Jedenfalls zog sie nur noch ihr Stretch-Top nach unten, so dass ihre vollen Brüste aus dem engen Käfig herausploppten und nun über die Stoffkante hingen. Ihre Nippel waren durch die Reibung des Stoffes erigiert. Es war ein toller Kontrast: Alabasterfarbene blasse Haut, über die sich lange schwarze Haare kräuselten, und eingerahmt von dem Schimmer schwarzen Stoffes. Dann zog sich ihre Sneaker von den Füßen und stieg in ziemlich hohe Lackpumps. Ihre Schwester war schon zuhause und lümmelte vor dem Fernseher. Obwohl sie keine Milch gab, trug sie einen schwarzen Netzbody, der ihre Kurven wunderbar betonte, und dazu Riemchensandaletten. Durch die Maschen blitzte ein Tangahöschen. Bewegte sie sich, folgten ihre üppigen Dinger der Schwerkraft. Die Mutter begrüßte mich kurz, war aber noch in der Küche beschäftigt und hatte sich deshalb über ihren entblößten Oberkörper eine Schürze gebunden. Aber man sah deutlich, von wem die Töchter ihre vollen Brüste und ihre sinnenfrohen Pfunde geerbt hatten. Ich war überrascht, denn ich hatte mein Anliegen noch gar nicht erläutert. Doch wie sich dann herausstellte, galt die offenherzige Bekleidung gar nicht mir, sondern war so üblich. “Papi gefällt es halt und dann machen wir das eben so.” Ganz ohne Eifersucht schien es aber nicht abzugehen: Wie die andere Schwester hätte sie gern ein Nippelpiercing getragen, dürfe es aber wegen der Gefahr für die Milchkanäle nicht. Schwierig sei es auch gewesen, als sie das erste Mal ihren Freund mitgebracht habe. Nie hätte er nach dem Fußkettchen mit den winzigen Kuhglöckchen gefragt. Es war vielleicht etwas spät, daß sie ihn erst auf der Fahrt zu ihren Eltern vorbereitet hätte. Sie habe ihm aber eingeimpft, nicht dauernd auf die Brüste ihrer Schwester oder ihrer Mutter zu starren. Doch kaum seien sie angekommen, hätte er seinen Blick nicht von den barbusigen Kurven der anderen Hausbewohnerinnen abwenden können. Ihre Schwester, das Luder, hätte ihn zur Begrüßung sogar eng sich an gedrückt. Den ganzen Nachmittag hätte die Familie auf der Terrasse verbracht. Später habe sich ihre Mutter auf ihn gestützt, um ihm etwas zu zeigen. Sie hätte sich so über ihren Freund gebeugt, daß ihre Brüste nur Zentimeter vor seinem Gesicht gebaumelt hätten. Und zu aller Peinlichkeit habe niemand übersehen können, wie rasch es in der dünnen Stoffhose ihres Freundes eng geworden sei. Von ihrer Schwester wurde er provoziert: „Na, möchtest Du in meiner Haut stecken?“ Dabei zeigte sie mit den Händen einen Abstand von 20 cm. Sie spielte auf die aktuelle Milchleistung der Schwester. So gern sie den Freund auf den Mond geschossen hätte, er habe halt ein Riesengerät. Für sie würde sich das auch im Geldbeutel bemerkbar machen. Ihre Kommilitoninnen seien eigentlich nicht besser: Regelmäßig würden sie sich mit der Lerngruppe bei ihr treffen wollen. Der Höhepunkt sei für sie jeweils die Ankunft, wenn sie sich wortreich – aus reiner Solidarität natürlich – ebenfalls ihre BHs abstreifen würden. Allerdings würden sie die Teile dann demonstrativ, geradezu frivol, an der Garderobe aufhängen. Immer in der Hoffnung, der Züchter, also der Herr des Hauses, würde darauf aufmerksam. Einige der Studentinnen würde inzwischen tatsächlich zu seiner Herde gehören.Natürlich mußte ich die Tochter darauf hinweisen, daß es ganz ohne Stütze nicht gehen werde. Gerade bei ihren Rundungen werde auch das beste Bindegewebe irgendwann nachgeben.Ihre Mutter glaubte wohl alle meine Fragen von der Tochter beantwortet. Jedenfalls nahm sie gerade ein Schönheitsbad, als ich bei ihr weitermachen wollte. Sie hatte dem Wasser einen ziemlichen Schuß Milch hinzugefügt. Offenbar hatte sie schon einige Zeit nicht mehr in den Spiegel geblickt, jedenfalls hatte sie inzwischen getrocknete Flecken um den Mund, bei denen es sich eigentlich nur um den Rest einer Ladung Sperma handeln konnte. Als sie genüßlich aus dem Wasser stieg, wurde außerdem ein ansehnlicher Schlitz sichtbar.Wenige Tage darauf hatte ich einen Termin bei meiner Zahnärztin. Hatte die junge Sprechstundenhilfe nicht Ohrclips in der Form von winzigen Kuhglocken? Auch die Ärztin begrüßte mich überwältigend freundlich. Während sie in meinem Mund hantierte, hatte ich Zeit, ihren Busen zu studieren. Ein schwarzes Mieder zeichnete sich unter dem dünnen Arztkittel ab. Ich hätte wetten können, daß ein Stütz-BH integriert war. Die Ärztin muß meinen Blick verfolgt haben. Jedenfalls fragte sie unverblümt: „Wollen Sie meine Möpse sehen? In den nächsten Tagen würden Sie es ohnehin.“ Antworten konnte ich ja nicht. Aber auch ohne daß ich etwas sagte, fing sie einfach an, sich obenrum freizumachen. Ich entdeckte einen Fingerring mit einem Kuhglocken-Motiv. Mit den Händen wog sie ihre prallen Dinger und ließ sie dann vor meinen Augen gekonnt schwingen. Sogar die blauen Äderchen konnte ich deutlich erkennen. Warum nur hatte ich sie nicht auf meiner Liste? Ich bekam aber schnell Aufklärung. Der Name, unter dem sie praktizierte, war ihr Mädchennamen. Als die Sprechstundenhilfe dann zufällig reinschaute, rief ihr die Ärztin zu: „Husch, husch! Zeig mal dem Herrn Inspektor, was Du alles zu bieten hast!“ Ohne jede Scheu begann sich die junge Frau sofort zu entblättern, bis sie nur noch im Tanga dastand. Sie war also wirklich eine Milchkuh und sah in mir die Autorität des Züchters.Dass wir in unserem Ort so gut vernetzt dastehen, haben wir unserem Bürgermeister zu verdanken. Im Spätsommer hatte er alle Vereine eingeladen und versprach Unterstützung durch den Rat. Im Gegenzug verlangte er aber auch ein größeres Engagement für die Stadt. Gerade gebe es Personalprobleme beim Ganztagsunterricht. Klar, der Liederkranz und die ganzen Sportvereine waren da fein raus. Die schickten einfach einen Übungsleiter. Unser Vorsitzender war auf diese Frage überhaupt nicht vorbereitet gewesen und verwies stammelnd auf mögliche Probleme mit dem Jugendschutz. Eine Antwort, die der Bürgermeister nicht gelten ließ. Am Repair-Cafe würde man doch sehen, daß dies kein zugkräftiges Argument sei. Auf deren Plakat seien neben Toaster und Staubsauger auch ein Vibrator deutlich zu erkennen. Warum wir beispielsweise nichts mit der Volkshochschule machen würden?Unser Vorsitzender Heinz ließ sich also überreden und wir planten zunächst vier Abende. Wir hatten keine Werbung gemacht, nur die Grünenfraktion im Rat hatte auf die neue Reihe hingewiesen. Trotzdem faßte der Saal nur mit Mühe die ganzen Teilnehmer. Doch schon bald lief es aus dem Ruder. Dabei hatte Heinz lediglich den Verein und die Abfolge der Themen vorgestellt. Als er dann aber die Vorteile menschlicher Milch erläuterte, begann wohl das Gemurmel im Saal. Weil schon am nächsten Tag einige ihre Gebühren von der Geschäftsstelle zurück verlangten, wurden die weiteren Abende einfach gestrichen. Der Bürgermeister selbst hätte empört bei Heinz angerufen und ihn über das Ende unseres Bildungsauftrages informiert. Aber was, bitte, kann man an dem Titel „Kein Ammenmärchen: Milch selber erzeugen.” Untertitel “Mehr bio geht nicht!“ missverstehen? Aber so hatte die Milchindustrie ihr Ziel erreicht. Die Verbraucher blieben in ihrer überholten Denkweisen verhaftet, Milch könne nur von der Kuh kommen. Prüde verdrängten sie die Tatsache, dass Milch eine sinnliche Komponente hat.Ich wäre am dritten Abend dran gewesen und hatte schon mit Reinhold gesprochen. Er hätte mir seine Schwägerin und ihre Tochter geschickt. Anhand der beiden Kühe und vieler Beispielfotos wollte ich erläutern, worauf die neue EU-Norm so alles Wert legt: Pflege des Euters, schonende Wäsche, die Probleme mit den Rückständen der blauen Superpillen, Umsicht bei trächtigen Kühen, Hygiene, Platzbedarf usw.Im Vorstand hatten wir kurz überlegt, die Volkshochschule auf Schadensersatz oder wegen Rufschädigung zu verklagen, das dann aber verworfen. Heinz hatte nämlich eine viel bessere Idee: Wir würden unsere jährliche Vollversammlung einfach vorziehen, um ein paar Punkte anreichern, das Ganze als “Milchball” bezeichnen und dazu den Bürgermeister als Ehrengast einladen. Diesmal würde es eben keinen Milchbrunnen geben, aber dafür einen Milchflaschenanstich durch den Bürgermeister. Uns kamen Ideen über Ideen. Wir würden das Amt des Milchpaten einführen, das natürlich der Bürgermeister übernahm. Er müßte unsere leistungstärkste Nachwuchs-Kuh auszeichnen und dann mit ihr den Tanz eröffnen. Usw. usf. Noch in der Nacht schickte uns die Schwester von Züchter Clemens den Entwurf für eine Eintrittskarte: Der zeigte eine nackte Brust, aus der ein Milchstrahl spritzt, der in kleine glitzernde Sterne übergeht.Der Abend war ein großer Erfolg. Wie wir gehofft hatten, berichtete sogar die Kreiszeitung davon. Der Bürgermeister hatte uns schließlich beehrt. Auf dem Bild war er beim Tanz mit einer Nachwuchskuh zu sehen, einer Enkelin von Züchter Felix. Man konnte nur erkennen, dass es sich bei ihrem Oberteil um einen Neckholder handelte. Natürlich wollte das junge Ding seine hübschen Euter möglichst vorteilhaft präsentieren. Das Teil bestand daher aus einem metallisch wirkenden Stoff und spannte sich über ihre stattlichen Rundungen, ohne von einem BH unterstützt zu werden. Der seitliche Einblick verbarg nichts. Man hatte also ständig Angst, daß sich ihre Euter bei einer flotten Drehung selbständig machen würden. Und das mit dem Bürgermeister und vor den Augen der Weltpresse. Daß sie mit ihrem kessen Outfit keineswegs allein dastand, blieb dem Zeitungsleser ebenfalls verborgen. Dabei wimmelte es nur so an durchscheinenden Blusen, Eutern, die aus Oberteilen quollen, offenherzigen Miedern und Euter-Heben, die sich unter dünnem Stoff abzeichneten. Gerade bei der Polonaise war das deutlich zu sehen.Der Bürgermeister jedenfalls amüsierte sich prächtig. Keine Rede mehr von dem Fiasko vor einigen Wochen. Vielmehr erinnerte er in seiner kurzen Ansprache daran, daß 2019 das 850jährige Stadtjubiläum anstehe. Dazu sei ein großer Umzug geplant. Unser Verein solle doch möglichst auch einen Wagen stellen.Wie geplant eröffnete er auch den Tanz. Unser Vorsitzender Heinz, der alte Charmeur, forderte nun seinerseits die Frau des Bürgermeisters auf, die überraschend mitgekommen war. Ich glaube, schon nach dem ersten Tanz hatte er sie überredet, bei uns mitzumachen. Sie amüsierte sich jedenfalls prächtig bei der Vorstellung, bald selbst eine Milchkuh zu sein. Von allen Seiten bekam sie gute Ratschläge. Sie blieb sogar am Vorstandstisch, als ihr Mann zu vorgerückter Stunde und nach einigen Milchshakes an den Tisch unserer Färsen wechselte. Die Stimmung war ausgelassen, die Bewegungen wurden lasziver. Der Bürgermeister entdeckte die Tochter von Züchter Ludwig. Ihre Euter hatte sie in ein raffiniertes Oberteil gehüllt, das viel von ihrer nackten Haut sehen ließ. Sie hatte einen ungewöhnlich dunklen Teint, was schon immer für Gerede im Örtchen gesorgt hatte. Aber jetzt wurde sie vom Bürgermeister ungeniert gefragt: „Experimentieren Sie auch mit Schokomilch?“Schon eine Woche später hatte ich übrigens ein neues Amt: Alle Vorstandskollegen hielten mich für geeignet, den Verein im Komitee für die Umzugswagen zu vertreten.Ich hatte auch schon eine Idee für den Verein. Um den Wagen zur Landwirtschaft würden sich ohnehin der Bauernverband und die Grünen raufen. Wir könnten das Baderviertel übernehmen. Wenn es um Stadtgeschichte ging, hörten schon unsere Grundschüler von der Chronik des Ambrosius. Natürlich nur den jugendfreien Teil. Zufällig wäre eine warme Heilquelle entdeckt worden, die mit großer Heftigkeit sprudelte. Die Bader stellten bald die bedeutendste Gilde in der mittelalterlichen Stadt und sorgten für deren Prosperität. Daß der Rat noch auf andere Weise zu Geld kam, erzählt nur der Stadtarchivar und frühestens nach dem dritten Sahnelikör. Zahllose Reisende kamen zu mehrwöchigen Kuren in die Stadt und wollten unterhalten werden. Rotlichtviertel seien damals nicht üblich gewesen. Vielmehr mußten Hausbesitzer, besonders natürlich im Baderviertel, Zimmer für Hübschlerinnen zur Verfügung stellen. Die Eigentümer wurden zwar vom Rat entschädigt, die Einnahmen der Frauen allerdings flossen in die Stadtkasse.

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